Pressebericht zum 9. Steinhölzlilauf


Streckenrekord für Kuhn und Szacsvay

250 Läuferinnen und Läufer haben sich bei besten Bedingungen am 9. Steinhölzlilauf beteiligt. In den beiden Hauptkategorien gewannen Natalie Kuhn und Tamąs Szacsvay jeweils in Rekordzeit. Dennoch war OK-Präsident Thomas Winkler nicht ganz zufrieden; die Adventszeit dürfte eine höhere Teilnehmerzahl verhindert haben.

Arnaud Beuret

Der Steinhölzlilauf ist ein Breitensportanlass, der jedermann offensteht. Gelaufen wurde gestern in 17 verschiedenen Kategorien - von den Piccolos, bei denen der Jüngste gerademal zweijährig war, bis hin zu den Senioren der Kategorie 3. Und alle konnten sie sich an den hervorragenden Wetterbedingungen erfreuen, die es den 250 Teilnehmern ermöglichten, ein wahres Lauffest zu erleben.

Szacsvays Geduld

Bei den Herren verlief das Rennen der Hauptkategorie äusserst spannend. Tamąs Szacsvay vom ST Bern gewann die über insgesamt 10,5 km führende Hauptkonkurrenz, wie vor zwei Jahren, in neuer Rekordzeit. Er verbesserte seinen eigenen Rekord um zehn Sekunden auf 34:15 Minuten. Gleich von Anfang an setzten sich Szacsvay und der dreifache Waffenlauf-Schweizer-Meister Martin von Känel zusammen mit Niklaus Streit (STB) ab. Als von Känel in der zweitletzten Runde an Tempo zulegte und dadurch Streit abzuschütteln vermochte, zweifelte kaum jemand an einem Sieg des Waffenlaufspezialisten. Doch Szacsvay liess sich nie zu weit hinter von Känel zurückfallen und setzte in der letzten Runde zu einem Spurt an, der ihn zum Sieg und zu einem neuen Streckenrekord führte. Nach dem Lauf meinte der Berner: "Taktisch verlief das Rennen für mich gut. Am Anfang war das Tempo nicht zu hoch, und da ich wusste, dass ich beim Schlussspurt von Känel schlagen kann, versuchte ich immer dranzubleiben." Über den Streckenrekord zeigte er sich überrascht, da seine Form nicht derjenigen vor zwei Jahren entsprach. "Die Bedingungen waren besser", führte der 32jährige Sieger als Begründung an.

Natalie Kuhn überlegen

Bei den Frauen gewann erwartungsgemäss Natalie Kuhn, die für den ST Bern startet. Der Bolligerin, die schon in den Jahren 1994 und 1996 gewonnen hatte, erwuchs keine Konkurrenz. Auch sie lief einen neuen Streckenrekord. Anders als ihr männliches Gegenüber startete die 22jährige Kuhn mit der Hoffnung und leisen Erwartung, eine neue Bestmarke aufzustellen. Die guten sportlichen Ergebnisse und das schöne Wetter konnten OK-Präsident Thomas Winkler dennoch nicht ganz zufriedenstellen: "Eigentlich erwarteten wir 350 Läuferinnen und Läufer, darunter auch Duathlon-Weltmeister Urs Dellsperger. Er musste aber wegen Fiebers absagen. Ausserdem haben viele Leute, vor allem Kinder, wegen der Adventszeit wahrscheinlich nicht teilgenommen."


14. Dezember 1998, Der Bund



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